Magnat Quantum 1003 Kompaktlautsprecher

Kompaktlautsprecher gibt es wie Sand am Meer. Ein paar Wenige heben sich allerdings wohltuend von der Masse ab. Zu dieser Gattung gehört auch die hier vorgestellte Quantum 1003 des rheinischen Audiospezialisten Magnat. Lesen Sie im folgenden Bericht, mit welchen Detailqualitäten der Testproband überzeugt.

Die Quantum-Serien von Magnat bieten für jeden Anspruch und Geldbeutel den passenden Lautsprecher. Aufgeteilt in vier Baureihen stehen insgesamt 20 verschiedene Boxen bereit, um das heimische Hörvergnügen sicherzustellen. Je nach Serie unterscheiden sich die Komponenten in Ausstattung und Preis. Die Quantum-1000-Serie ist die Top-Reihe innerhalb des vielseitigen Magnat-Sortiments. Aktuell sind dort drei verschiedene Lautsprecher im Programm. Die beiden Standlautsprecher Quantum 1005 und 1009 sowie die hier im Test befindliche Kompaktbox Quantum 1003. Letztere verfügt über sämtliche Schlüsseltechniken, die man sich am Firmensitz im rheinischen Pulheim ausgedacht hat. Da spielt die effektive Gehäusegröße eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist, was drin ist. Und das kann sich bereits nach erstem Ermessen sehen lassen. Hochwertige Materialien und beste Verarbeitungsdetails fallen bereits auf den ersten Blick positiv auf – da sind wir gespannt, mit was für Überraschungen die kleine Box noch aufwarten kann.

Design und Verarbeitung Magnat Quantum 1003 Kompaktlautsprecher

11,2 Kilogramm: So schwer ist eine einzige Box des Typs Quantum 1003. In Anbetracht der kompakten Abmessungen ist das erstaunlich viel. Mit einer Höhe von nur 36 und einer Breite von nur 23 Zentimetern passt sie problemlos in jeden Wohnraum.

Um sich dem Einrichtungsstil optisch anzupassen, bietet Magnat die Quantum-1000-Lautsprecher in Weiß- und Schwarz-Hochglanz an. Letztere Ausführung besitzt massive Seitenwangen in dunklem Nussbaum. Die in diesem Test befindliche weiße Variante verfügt hingegen über mittelbraune, aufgesetzte Nussbaum-Seiten. Das sieht gut aus und nutzt zudem der Gehäusestabilität.

Durch die sich nach hinten verjüngenden Seitenwände wirkt der Lautsprecher sehr massiv und wertig. Auch bei näherer Betrachtung gefällt die tadellose Material- und Verarbeitungsqualität. Sämtliche Werkstoffe hinterlassen einen überragenden haptischen Eindruck, fühlen sich einfach gut an. Die Spaltmaße zwischen Chassiskörben und Schallwand verlaufen parallel, das gilt auch für das auf der Rückseite eingefasste, hochwertige Kabel-Anschlussfeld.

Durch den Farbkontrast zwischen den silbernen Tönern und der hochglänzenden Schallwand sowie den optisch abgesetzten Seitenwangen gewinnt die 1003 eine optische Dynamik, die den Kompaktlautsprecher zum gern gesehenen Hingucker macht.
Der Magnat Quantum 1003 sieht man von Außen nicht an, wie viel Hirnschmalz in ihr steckt. Das Gute, weil Besondere, verbirgt sich hinter dem magnetischen Frontschutzgitter.

Das Gehäuse selbst ist durch den doppelwandigen Seitenwangenaufbau und die großzügig dimensionierten Versteifungsbretter extrem vibrationsarm. Auch die Deckelplatte trägt durch ihren dicken Sandwichaufbau zum exzellenten Resonanzverhalten der Quantum 1003 bei. Eine Chassis-Stütze hinter dem Konustöner soll die Resonanzfrequenz des Materialverbundes weiter herabsenken. Zusammengenommen sollen die zahlreichen Versteifungsmaßnahme zu einem besonders präzisen und unverfälschten Klang führen.

Die Reflexabstimmung des Quantum-Gehäuses trägt effektiv zum potenten Tieftonvermögen der 1003 bei. Durch das sogenannte Bassreflex-Gehäusesystem wird der vom Tieftöner ins Gehäuseinnere abgegebene Schall durch ein genau berechnetes Rohr nach außen geführt. Im Falle einer Quantum 1003 geschieht dies über einen großzügig dimensionierten Tunnel, dessen Austrittsöffnung sich auf der Rückseite, direkt über dem Kabel-Anschlussfeld, befindet.
Die Quantum 1003 ist nach dem Zwei-Wege-Prinzip aufgebaut. Soll heißen: Das vom Verstärker eingehende Audiosignal wird von der Passivweiche in zwei Frequenzbänder aufgeteilt. So werden jedem Chassis nur die Töne weitergeleitet, die es optimal in Hörschall wandeln kann.

Die Frequenzweiche ist nach der Linkwitz-Riley-Berechnungsmethode gestaltet. Die extrem steilflankig ausgelegten Filter werden durch niederohmige Kupferspulen und teure Polypropylen-Folienkondensatoren gestellt. Mit 24 Dezibel pro Oktave werden Hoch- und Tiefmitteltöner bei der Trennfrequenz von 2.800 Hertz voneinander getrennt. Um die passiven Netzwerkbauteile vor den Körperschallschwingungen des Gehäuses zu schützen, ist die Platine mechanisch von der gewichtigen Korpusmasse entkoppelt.

Technik Chassis Magnat Quantum 1003

Für die Wiedergabe von Bass-, Grund- und Mitteltönen ist ein 170 Millimeter messendes Konuschassis im Einsatz. Der verwindungssteife Druckgusskorb ist aerodynamisch gestaltet, um klangmindernde Kompressionseffekte und Luftverwirbelungen zu vermeiden. In der Antriebssektion werkelt ein Magnet, der über eine ausgeklügelte Streufeldoptimierung verfügt. Zwei Induktivitätsringe kontrollieren das Magnetfeld so, dass die im engen Spalt befindliche Kupfer-Schwingspule optimal auf das eingehende Audiosignal reagieren kann. Hierdurch wird eine sehr gute Parametertreue sichergestellt, die sich bei hohen Lautstärken positiv im Klang bemerkbar macht.

Die silberfarbene Membran ist besonders flach geformt. So liegt die dahinter aufgeklebte Schwingspule samt Träger näher an der Schallwand. Das wiederum minimiert die Laufzeitdifferenzen gegenüber dem kleinen Hochtöner, dessen Schallentstehungsort bauartbedingt fast an der Schallwand-Vorderseite liegt. So wird unter anderem das Rundstrahlverhalten verbessert.

Im Hochtonbereich kommt eine aufwendig gestaltete Kalotte zum Einsatz. Die 25 Millimeter kleine Membrankuppel ist aus einem extrem leichten Gewebe gefertigt und wird von einer breiten Sicke geführt. Um die Steifigkeit des Textilwerkstoffes zu verbessern, wird der Dom mit Keramikpartikel beschichtet. Die innenliegende Schwingspule wird durch die spendable Magnetbelüftung auch bei hohen Pegeln ausreichend gekühlt,was minimale Verzerrungen bei hohen Lautstärken gewährleistet.

Die Frontplatte des Lautsprechers ist aus massivem Aluminium gefertigt und wie der Konustöner bündig in die Schallwand eingelassen. Die leicht zur Membrankuppel nach innen abfallende Schallführung optimiert zusätzlich das Abstrahlverhalten des Hochtöners.

Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass die gesamte Innenverkabelung einer Quantum 1003 aus hochwertiger Lautsprecherlitze besteht. Kein geringerer Zulieferer als Oehlbach bürgt hier für eine ausgezeichnete Signalführung.

Die Magnat Quantum 1003 besticht ab der ersten Spielminute mit einer auffallend weiträumigen Bühnendarstellung. Dabei erstaunt, wie genau sie einzelne Instrumente innerhalb des breiten Stereo-Panoramas platziert. Imposante Orchesterwerke wie Beethovens fünfte und siebte Sinfonie klingen überragend authentisch und plastisch. Durch die penible Laufzeitabstimmung von Chassis und Frequenzweiche stellt die 1003 den Konzertsaal akustisch beeindruckend realistisch dar. Nichts klingt verwaschen oder diffus. Selbst die Staffelung einzelner Instrumentengruppen in Bühnen-Tiefe und -Höhe kristallisieren sich bei genauem Hinhören heraus.

In puncto Dynamik und Pegelfestigkeit kann der kompakte Magnat-Lautsprecher ebenfalls vollends überzeugen. Selbst bei gehobener Lautstärke gibt sich das Zwei-Wege-System nicht die Blöße. Der 17er-Tiefmitteltöner spielt erfrischend munter und druckvoll auf, was die dynamisch tönenden Perkussiv-Instrumente beweisen.

Der Hochtöner glänzt mit einem hoch performanten Auflösungsvermögen, das Streicher und Flöten besonders agil und differenziert erklingen lässt. Dass derartige Qualitäten auch eine besonders gute Stimmwiedergabe versprechen, verwundert nicht.

Bei dem sonoren Klang von Gladys Knights-Soulstimme kommt das vorzügliche Zusammenspiel von Hoch- und Tiefmitteltöner zum Tragen: Bei solch einem ausdrucksstarken Klang kommt die Gänsehaut von ganz allein.

Die Quantum 1003 gefällt unterm Strich mit umfassenden akustischen Qualitäten, die sie für jede Musikrichtung ausnahmslos empfehlen. Der Magnat-Lautsprecher beherrscht leise und laute Töne, brachiale und feinfühlige Interpretationen. Ein echtes Multitalent im Kompaktformat.

Die Magnat Quantum 1003 Kompaktlautsprecher vereint zahlreiche technische Innovationen auf engstem Raum. Resultierend daraus überzeugt der edle Schallwandler mit einem brillanten Klang. Wer einen gediegenen Kompaktlautsprecher mit exzellenten Detailqualitäten sucht, ist mit einer Quantum 1003 bestens bedient.

Magnat Quantum 1003 Kompaktlautsprecher

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.